Abenteuer Regionalliga beendet – Eintrachts Herren steigen ab

Nach einem dramatischen Sonntag und einem am frühen Abend feststehenden 4:5 gegen den TC Bad Homburg ist die Eintracht nach drei Jahren aus der Regionalliga abgestiegen und muss den Gang in die Hessenliga antreten…

Der Samstag ist schnell erzählt. Beim TV Rüsselsheim Hassloch gab es für die Adler auch im sechsten Spiel nichts zu holen. Die 3:6 Niederlage war deutlich und die junge Truppe gegen das mit vier Ausländern bestückte Rüsselsheimer Team chancenlos. Lediglich Punktegarant Dominik Müller und Nicolas Meister ( durch Aufgabe seines Gegners ) gewannen die beiden Einzel, ehe Philip Gehrmann und Felix van Kann noch den dritten Punkt im Doppel holten.Das letzte Doppel beim Stand von 5:3 für die Gastgeber wurde nicht mehr beendet, da der Frankfurter Danilo Petrovic wegen Rückenschmerzen vorzeitig aufgeben mußte und überhaupt die Gedanken schon beim Spiel gegen die Homburger waren. Die hatten parallel mit 1:8 das Heimspiel Gegen den Meister Waldau Stuttgart verloren und das schon zu erahnende Finale um den vorletzten Tabellenplatz wurde besiegelt.

Countdown also am Sonntag um 11 Uhr am Riederwald und schon vor dem Match wurde mit stimmungsvoller Musik eingeheizt. Die Mannschaft war bis in die Haarspitzen motiviert und Spannung lag in der Luft. Die erste Einzelrunde begann gleich vielversprechend. Dominik Müller gewann sein 6.Einzel im 7.Spiel und Danilo Petrovic unterlag trotz einer 3:0 Führung im 2.Satz dem starken Julian Lenz mit 4:6 und 2:6. Dann der erste Krimi. Felix van Kann mußte gegen David Siersdorfer in den Championstiebreak nach dem er nach einem Fehlstart den 2.Satz mit 6:2 gewinnen konnte und die Führung für die Gastgeber in der Hand hatte. Mit 11:9 und dem 3.Matchball schaffte er den Sieg und seinen ersten Einzelsieg in der Saison. Ein lauter befreiender Jubelschrei tönte über die Anlage und eine gute Basis war geschaffen für den so ersehnten Heimsieg.

Leider konnte Hendrik Bartrams dem Routinier Daniel Jung kein Paroli bieten und unterlag deutlich in zwei Sätzen. Lukas Storck war es dann, der ebenfalls mit seinem 1.Sieg die Eintracht wieder mit 3:2 in Führung brachte. Erstmals spielte der Youngster beflügelt auf und ließ sich von den 300 Zuschauern immer wieder pushen. Im Spitzenspiel hatte Nicolas Meister mit 4:6 und 4:6 trotz vieler Breakchancen das Nachsehen gegen den gut aufspielenden Mirza Basic und der erhoffte Punkt an einer der beiden oberen Positionen wurde zu Nichte gemacht.

3:3 also und spannender hätte es nicht sein können. Kaum ein Zuschauer verließ die Anlage und die Doppel sollten noch dramatischer werden. Felix van Kann und Danilo Petrovic erledigten ihre Aufgabe souverän und Lukas Stock und Philip Gehrmann hatten trotz guter Gegenwehr beim 5:7 und 1:6 gegen Ianakiev / Basic das Nachsehen.

Das nach der Doppelaufstellung bekannt gegebene 2.Doppel mußte wie zu erwarten war also alles entscheiden. Dominik Müller und Nicolas Meister gegen Julian Lenz und Daniel Jung. Die Homburger wirkten wesentlich sicherer und kompakter und holten sich Satz Nummer 1 durch ein Break mit 6:3. im 2.Satz war es enger, doch das Break machten erneut die Hombuger und beim Stande von 5:4 war es der so stark auftrumpfende Julian Lenz, der zum Matchgewinn servierte. Doch im letzten Moment kam nochmals die Wende und den Eintrachtlern gelang das 1.Break. Kurz darauf verlor auch Jung seinen Aufschlag und das 7:5 bedeutete den Satzausgleich. Nun kochte die Anlage, Davis Cup Atmosphäre herrschte und es schien das Happy End zu geben, auf das alle so sehr hofften. Auch der 1.Punkt im Supertiebreak gelang der Eintracht durch einen Volleypunkt von Dominik Müller und der Lauf seit dem 4:5 im 2.Satz schien seine Fortsetzung zu nehmen. Warum ca 5.Minuten später die Homburger Spieler sich in den Armen lagen, der Tiebreak mit 10:3 verloren wurde und so gut wie nichts mehr gelang weiß so recht niemand wirklich. Leichte Fehler und ein Julian Lenz in Topform besiegelten den Abstieg und Stille kehrte ein. Die wenigen Homburger Fans und die Spieler freuten sich über den Sieg und das Frankfurter Team saß noch lange nach dem Match geschlossen auf dem Platz und versuchte das gerade Geschehene zu verarbeiten.

Doch es geht weiter und der Abstieg ist natürlich bitter, aber bei weitem nicht der Untergang der 1.Herren. In der Hessenliga wird auch gutes Tennis geboten und der Vorteil der Eintrachtstrategie ist es seit Jahren mit jungen Spielen aus den eigenen Reihen zu spielen, die  auch bei einem Abstieg dem Club nicht den Rücken kehren. Schon kurz nach dem besiegelten Abstieg kehrte leichte Aufbruchstimmung ein und schon sehr früh möchten die Verantwortlichen den Kader für 2015 beisammen haben. Es werden Gespräche geführt und es werden sicherlich auch im kommenden Jahr mindestens vier deutsche Spieler pro Match auflaufen und vielleicht darf sich die Regionalliga in einigen Jahren wieder auf die Eintracht freuen. Das Team und der Verein hat Diese auf alle Fälle drei Jahre bereichert und für viele positive Schlagzeilen verbreitet.

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